Französische Kirchenmusik in Howald

Ensemble Vocal Jubilate Musica sang die Messe Solennelle von Langlais und das Requiem von Gabriel Fauré

(Foto: Manon HENNICO)

Mit einem erlesenen Programm trat kürzlich in der Howalder Pfarrkirche das Ensemble Vocal Jubilate Musica unter der Leitung von Burkhard Pütz vor einer interessierten Zuhörerschaft auf. Das Programm war gänzlich der französischen Kirchenmusik des 19. und 20. Jahrhunderts gewidmet. Den Auftakt bildete das "Cantique de Jean Racine", ein Jugendwerk von Gabriel Fauré. Anschließend brachte der kanadische Bariton David John Pike das Benedictus aus der "Messe cum Jubilo" von Maurice Duruflé zu Gehör, woraufhin der Chor das bekannte "Notre Père" vom selbigen Komponisten vortrug.

Einen herausragenden Platz im Konzertprogramm nahm die "Messe Solennelle" des blinden französischen Komponisten Jean Langlais ein, welche im Jahr 1949 entstand. Neuartige Klänge schuf Langlais vor allem im Kyrie, Sanctus und Agnus, da wo er mittelalterliche Techniken mit chromatischen Klängen erweiterte. Pütz hatte seine Sänger optimal vorbereitet, sodass den Zuhörern eine hervorragende Interpretation dieser ungewöhnlichen Messe geboten wurde. Den anspruchsvollen Orgelpart hatte Paul Kayser übernommen. Der Organist brillierte ebenfalls in einer Improvisation über die gregorianischen Themen "Requiem aeternam" und "In paradisum".

Als letztes Werk erklang das Requiem von Gabriel Fauré. In den Solopartien überzeugten sowohl David John Pike im "Hostias" und im "Libera me" als auch die Sopranistin Diane Juchem im "Pie Jesu". Hervorzuheben bleibt der homogene, engelsgleiche Gesang der Soprani im Sanctus und im abschließenden "In paradisum". Die begeisterten Zuhörer spendeten allen Mitwirkenden einen lang anhaltenden Applaus.

Dieses Konzert wird ein zweites Mal am Sonntag, dem 10. März 2013, um 17 Uhr
in Trier in der Pfarrkirche St. Michael aufgeführt.